Induktion (allgemein)
Was versteht man unter Induktion?
Da ist erst einmal etwas Physik gefragt, vereinfacht ausgedrückt: in Kupferdrahtspulen unter den Kochzonen des Glaskeramikkochfeldes wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Stellt man einen induktionsgeeigneten Topf (Stahl, Stahlemail oder Gusseisen) auf die Kochzone, entstehen im Boden starke Verwirbelungen, die nur den Topf und die Speisen darin erhitzen. Bei Vorführungen wird das gerne so demonstriert: zwischen Topf und Kochzone liegt ein Küchentuch, eine Zeitung oder Zuckerwürfel. Das Wasser im Topf kocht, Papier oder Zucker bleiben unversehrt. Oder: in einer halben Pfanne brutzelt ein Spiegelei, auf der leeren Hälfte liegt ein Stück Schokolade – und schmilzt nicht!
Welche Vorteile hat das Kochen mit Induktion?
Hier die Wichtigsten:
Schnelligkeit: 1 Liter Wasser kocht auf einem Induktionskochfeld innerhalb von 4 Minuten, auf einer Massegussplatte sind es 10 Minuten, auf einem konventionellen Kochfeld immer noch 8 Minuten. Umgekehrt wird auch die Hitze beim Herunterschalten blitzschnell reduziert, wie bei Gas. Das man dadurch Energie spart, ist die Schlussfolgerung.
Sicherheit: eigentlich wird bei der Induktion auf einem kalten Kochfeld gekocht. Denn die Wärme wird nur im Topfboden erzeugt, der nur einen Teil an die Glaskeramik zurückgibt. So sind Verbrennungen praktisch ausgeschlossen. Das schätzen vor allem Haushalte mit kleinen Kindern oder Tieren. (Nach Entfernung einer stark erhitzen Pfanne sollte man trotzdem nicht unbedingt die Hand auf die Kochzone legen). Selbst wenn die Kochzone eingeschaltet ist, kann ohne Topf nichts passieren – nach dem Motto: kein Topf, keine Hitze.
Reinigung: mit einem feuchten Tuch über das Kochfeld zu wischen reicht fast immer. Da Übergekochtes nicht einbrennen kann, muss auch nichts abgekratzt werden. |